Tiergestützte Psychotherapie


 

Aufgrund meiner lebenslangen persönlichen Liebe zu Tieren bin ich eher zufällig auf die positiven Wirkungen von Tieren im therapeutischen Prozess aufmerksam geworden. Die Anwesenheit meines Hundes in den Therapiesitzungen führte immer wieder zu erstaunlichen Wirkungen. Die sensible Wahrnehmung des Tieres und seine unmittelbare Reaktion können dem/der Patient/in bewusste und unbewusste interaktive Verhaltensmuster vor Augen führen und diese so einer Veränderung zugänglich machen. Auch wirkt der Umgang mit Tieren kontaktfördernd, beruhigend und ermutigend. Besonders Kinder sprechen auf diese nonverbale Unterstützung sehr schnell an.

Im Laufe der Zeit habe ich, als aktive Reiterin, auch die Arbeit mit dem Pferd in die psychotherapeutische Arbeit einbezogen. Bei der Pferdegestützten Therapie steht vor allem die Tier-Mensch-Beziehung mit ihren vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im Mittelpunkt – und ihre heilende Wirkung auf psychisch kranke Menschen.

Pferdegestützte Psychotherapie findet als Ergänzung zu anderen Therapieverfahren oder als alleinige Therapie statt. Sie beinhaltet Übungen am und mit dem Pferd, am Boden oder auch auf dem Rücken des Pferdes. Das Getragen Werden aktiviert bestimmte Bereiche im Gehirn und fördert so Aufmerksamkeit und Konzentration. Der Umgang trägt nicht nur zur körperlichen Balancefindung bei, sondern fördert auch die innere Ausgeglichenheit. Pferdegestützte Psychotherapie ist kein Reitunterricht oder therapeutisches Reiten!